Last Updated on 4. Juni 2022 by Cordula Böck

Seit Jahren wird im Online Marketing gepredigt wie wichtig das Freebie ist. Ein Freebie scheint die Lösung für alles zu sein, für eine gute Marketingstrategie, für neue Kunden, die dir das Freebie am liebsten aus der Hand reisen würden und für deine E-Mail Liste. Du brauchst in jedem Fall ein Freebie, laut Online Marketer  zumindest. Warum sich ein Freebie nicht immer lohnt, erfährst du hier. Sehr oft ist ein Freebie ein digitaler Inhalt. Das muss aber nicht sein! Häufig sind Freebies Ratgeber zu einem bestimmten Thema in Form eines eBooks, einer PDF-Datei oder einer Checkliste. Aber auch ein Webinar sowie eine kostenlose E-Mail Challenge sind als Freebie möglich. 

Von Anfang an, kannte ich zwei Online Marketer, die hier verschiedener Meinung waren. Der eine setze auf genau diese Strategie, bot zahlreiche Strategiegespräche und Whitepaper an der andere setze auf eine Community bei Instagram und YouTube. Beide waren erfolgreich mit ihrer Strategie. Es ist tatsächlich so, dass viele im Online Marketing einfach der 0815 Strategien folgen, weil andere es ja auch so machen. Was für den einen aber gut funktioniert, muss für den anderen nicht funktionieren. Gerade, wenn du am Fang mit deinem Business stehst, ist es nicht ratsam sofort ein Freebie zu erstellen. Davon abgesehen hängt es auch von deiner Nische ab, ob ein Freebie überhaupt Sinn ergibt. 

 

[su_box title=”Freebie erklärt” style=”glass” box_color=”#08105b” radius=”4″]Ein Freebie auch Goodie genannt ist ein kostenloser Inhalt in Form eines E-Books oder einer PDF. Im Online Marketing dient es dazu neue Leadas für die eigene Liste zu gewinnen. [/su_box]

 

Warum ein Freebie nicht hält, was es verspricht

Für die Mehrheit aller Online Marketing Experten ist das Freebie der heilige Gral vom Marketing Mix. Nur damit bekommst du zahlreiche Abonnenten für deine E-Mail Liste und löst deren Problem. Aber mal angenommen dein  Freebie löst das Problem, dann braucht dein Kunde nicht zwangsläufig noch dein Produkt zu kaufen, du hast es ja damit gelöst. Und sollte das Freebie das Problem nicht lösen dann sind die Leser und Abonnenten enttäuscht vom Content und tragen sich i schlimmsten Fall noch wieder aus deiner Liste aus.
Das Freebie dient sozusagen als Lead Magnet für Kunden und Interessenten. Du kannst damit deine Expertise beweisen und bietest einen Anreiz, warum Leser sich in deinen Newsletter eintragen sollten. Allerdings kommt noch erschweren hinzu, dass oft die falschen Frebiees zu nichts führen. Stichwort ist hier der Kundenavatar und die eigne Zielgruppe. Wen das Freebie der Zielgruppe. Es gibt Nischen und Themen wo dieses Freebie immer noch gut funktioniert und der Zielgruppe zusätzlichen Mehrwert liefert. Aber es ist inzwischen gerade im Bereich Online Marketing so, dass viele Freebis raushauen die einfach null Mehrwert bieten. Besonders beliebt sind hier E-Book mit 20-30 Seiten oder Checklisten.  Die meisten Freebies halten jedoch nicht, was sie versprechen, sondern dient meist als Kundenfänger. Wer sich mit dem Thema beschäftigt wird schnell merken,  das die angebotenen Freebies nur darauf abzielen deine E-Mail-Adresse zu bekommen, um dir schlussendlich irgendein überteuertes Produkt zu verkaufen. Trotzdem wird die Strategie von vielen eingesetzt, die blind dem folgen, was andere Marketer lehren. 

 

Warum das Geld nicht einfach in der Liste liegt

 
Ein Klassiker, der immer wieder gerne genannt wird, ist, das Geld liegt in der Liste. E-Mail Marketing ist eine gute Sache, wenn man wertvollen Content für seine Abonnenten liefert.
Ich bekomme meistens Newsletter die nur Angebote und Werbung erhalten. Liegt das Geld wirklich in der Liste? Denkst du, eine E-Mail-Adresse ist 1-2 Euro wert? Nein, jeder Abonnent
sollte geschätzt werden und nicht nur als Lead gesehen werden. Natürlich ist E-Mail Marketing wichtig, um mit deinen Lesern und deiner Zielgruppe zu kommunizieren. Und noch immer gehört die E-Mail zum besten Sprachrohr für direkten Kundenkontakt, auch wenn Messenger Marketing inzwischen auf dem Vormarsch ist. Was mich seit Jahren an dieser Strategie stört, ist der Freebie gegen E-Mail Tausch, der mich immer wieder in die innere Zwickmühle brachte.

Das Freebie ist für viele im Online Business zum Standard geworden und leider auch meist zum langweiligen eBook, das man herunterlädt überfliegt und  wieder löscht. Doch die Abonnenten interessieren sich indem Moment nur für dieses Freebie und nicht für die Inhalte.

 

 

Das Freebie, die DSGVO und das Kopplungsverbot

 
Wer auf der Suche nach kostenlosen Informationen im Internet ist, stößt auf kostenloses E-Books. Bisher war es so, dass man diese gegen einen Austausch der Mailadresse erhielt. Man konnte dann jeden Tag mit tollen Werbemails zugespammt werden, dank der DSGVO haben sich und zwei neue Ströme gebildet. Zum einen werden E-Books wieder verkauft oder wirklich verschenkt und zum anderen muss man sich in einer Facebook-Gruppe anmelden, hierzu zählt auch der Messenger. Womit du also letztlich bezahlst, sind deine Daten. Jede Woche kommen neue Angebot per Mail, den, dass Freebie war ja kostenlos. 
 
Das Kopplungsverbot bedeutet, dass man vom Interessenten keine zusätzlichen Daten abfragen darf. Einfach gesagt, das Freebie könnte auch so zum Download angeboten werden. Es ist nicht erlaubt diese Freebie ohne Einwilligungserklärung des Abonnenten zu verschicken.  Interessenten müssen zustimmen, dass sie sich für den Newsletter eintragen haben und sich jederzeit wieder abmelden können. Man spricht hier vom sogenannten Double-opt in verfahren. Wer den Newsletter Anbieter Mailchimp nutzt, begibt sich hier auf Glatteis. Den dieses Tools ist nicht zu 100 % DSGVO-konform. Die Daten der Nutzer werden nämlich ausschließlich in den USA gespeichert. Mailchimp selbst garantiert zwar die DSGVO ordnungsgemäß einzuhalten, bei genauerem hinsehen stellt man aber fest, dass zahlreiche Rechtsexperten vom Einsatz abraten.
 
 

Fazit – Warum sich ein Freebie nicht immer lohnt

 

Was Online Marketer seit Jahren predigen, muss nicht für jeden gleich gut funktionieren. Es gibt Nischen wo Freebie durchaus Sinn machen, aber gerade in der Nischen online Geld verdienen kommen Freebies zu häufig zum Einsatz. Meist halten diese nicht was sie versprechen und bieten kaum Mehrwert. Es geht in erster Linie darum neue Abonnenten und Interessenten zu gewinnen, um im Anschluss teurere Produkte zu verkaufen. Ein Freebie  muss dabei nicht zwangsläufig ein E-Book oder eine Checkliste sein, es kann auch eine Challenge oder eine E-Mail Kurs sein. Ich habe im Laufe der letzten 4 Jahre zahlreiche Freebeis gesammelt und nur wenige davon waren wirklich gut, das schlimme dabei ist aber vielmehr das auch die Newsletter kaum Mehrwert liefern, sondern reine Salesletter sind. Fakt ist beide Strategien können funktionieren, du kannst Newsletter Abonnenten ohne Freebie gewinnen, das ist natürlich im ersten Schritt schwierige dafür interessieren sich die eingetragenen Abonnenten wirklich für dich und deine Blogthemen. Ein Artikel zu dem Thema, der mir sehr gut gefallen hat, stammt von Markus Cerenak. Er geht sogar so weit zu behaupten, dass ein Freebie mehr Kunden vertreibt als es bringt: https://bit.ly/3F3kP5z

 

 

 

Das könnte dich auch interessieren:

Online Marketing Lügen aufgedeckt – was Gurus dir am liebsten verschweigen
Was seriöses und Ehrliches Online Marketing ausmacht

 

 

 

Deine Anmeldung konnte nicht gespeichert werden. Bitte versuche es erneut.
 
Deine Anmeldung war erfolgreich.
 

Online Marketing Tipps

Melde dich für meinen Newsletter an, um auf dem Laufenden zu bleiben und die besten Online Marketing Strategien zu erhalten.

Schreibe einen Kommentar